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24.03.2017
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Ueberschär GmbH & Co.KG


In der Ruhe liegt die Kraft

Kein Zeitalter hat je so hohe Anforderungen an unsere 5 Sinne gestellt wie das jetzige Informationszeitalter. Praktisch jede Sekunde werden wir mit Bildern, Mitteilungen, Farben, Formen, Düften und Geräuschen konfrontiert, ja regelrecht bombardiert. Unser biologisches System arbeitet mit Hochdruck daran, diese ganzen Eindrücke aufzunehmen, zu sortieren und zu verarbeiten. Dieser Prozess braucht viel Energie und zehrt an unseren körperlichen wie seelischen Reserven und kann sogar unsere Gesundheit gefährden.

Unser Gehör ist dafür ein gutes Beispiel. Unsere Ohren tun, was sie können, um unser Dasein zu erleichtern. Aber sie sind nicht für eine Welt von Düsenflugzeugen und lauten Stadtgeräuschen geschaffen. Es ist an ein Leben in der Natur angepasst und dort gibt es keine schädlichen Geräusche.

Es gibt Geräusche, die uns stimulieren und wohltun, z.B. Musik. Aber dann sind da auch Geräusche, die uns vor Gefahren warnen, z.B. das Martinshorn der Feuerwehr. Und es gibt Geräusche die uns Schmerzen verursachen, z.B. ein lautes Motorrad oder ein Rockkonzert. Geräusche werden dann zu Lärm, wenn sie uns stören. Wobei das persönliche Empfinden höchst unterschiedlich ist. Das hängt von den Erwartungen, der persönlichen Einstellung und den Vorerfahrungen ab. Wenn man in ein Rockkonzert geht, empfindet man einen Schalldruck von über 100 dB noch als angenehmen, weil diese Lautstärke in einem Rockkonzert gewollt und erwartet wird. Im Gegensatz dazu stört uns in der Kirche das Umblättern im Gesangbuch, was höchstens 20 dB ausmacht. Geräusche werden zu Lärm wenn sie uns stören, egal in welcher Lautstärke.

Physikalisch kann man die Geräusche, den Schall oder den Lärm messen. Zu allererst fällt einem da die Lautstärke ein, dieser Schalldruck wird in Dezibel dB(A) gemessen. Der Schalldruck mit 0 dB(A) entspricht dem Schalldruck der Hörschwelle. Die lautesten Geräusche, die ohne sofortige Schädigung des Ohrs wahrgenommen werden, liegen im Bereich um 120 dB(A). Ein Mensch spricht ohne Anstrengung ungefähr mit einem Schalldruckpegel von 63 dB(A). Das erklärt bereits, dass ein Schalldruckpegel von 55 dB(A) in Büros, in denen ständig Beschäftigte sprechen, schwer einzuhalten ist. Dazu kommt der Effekt, dass man umso lauter spricht, je lauter die Umgebung ist.

Als weitere Messgröße können wir Frequenzen ermitteln. Als Frequenz wird die Anzahl von Schalldruckänderungen bzw. Schwingungen pro Sekunde bezeichnet. Geräusche wie Sprache, Straßenverkehr usw., beinhalten in der Regel eine Vielzahl von Frequenzen. Die Maßeinheit der Frequenz ist Hertz (Hz), 1 Hz = 1/s. Menschliche Sprache bewegt sich im Bereich von 250 Hz bis 2.000 Hz. Der Hörbereich des Menschen liegt zwischen 20 Hz und 20.000 Hz.

Und wir können die Nachhallzeit ermittelt. Die Nachhallzeit gibt vereinfacht ausgedrückt die Zeitdauer an, die ein Schallereignis benötigt, um unhörbar zu werden. Technisch wurde die Zeitdauer für eine Abnahme des Schalldruckpegels im Raum um 60 dB als Nachhallzeit T definiert.

Die Nachhallzeiten sind die Ursache für schlechte Sprachverständlichkeit in einem Raum. Unsere Sprache ist in Silben aufgebaut, eine Silbe dauert ca. eine 0,5 Sekunden. Wenn die Nachhallzeit z. B. 0,8 Sekunden oder mehr beträgt, dann leidet die Sprachverständlichkeit erheblich darunter. Das macht es einem Zuhörer schwierig, dem Gespräch zu folgen, weil die Silben sich zeitlich überlagern und ein Gesprächsbrei entsteht. Dann ist das Gehirn ständig damit beschäftigt, die einzelnen Silben herauszufiltern und zu trennen. Und dies stört und beeinträchtigt die Mitarbeiter und deren Gesprächspartner in Ihrer Konzentration. Die Folge davon sind höhere Fehlerhäufigkeit und schnelles Ermüden.

Wenn in einem Raum zu wenig Flächen Schall absorbieren, dann haben wir nicht nur lange Nachhallzeiten, sondern die Geräusche und Gespräche werden sehr weit im Raum transportiert. Es hat zur Folge, dass auch wenn wenige Mitarbeiter in einem großen Raum arbeiten, jeder die Gespräche des Anderen mithören muss, ob er will oder nicht. Das lenkt von der eigenen Arbeit ab, die Konzentration leidet und führt zu einer höheren Fehlerhäufigkeit.  


Raumtyp Nachhallzeit (exemplarisch)

Kirche  ca. 4 bis 8 Sekunden

Schwimmbad maximal 1,7 Sekunden

Konzertsaal (klassische Musik) ca. 1,5 Sekunden

Klassenraum mittlerer Größe 0,6 Sekunden

Konferenzraum je nach Größe ca. 0,8 bis 1,2 Sekunden

Büroraum je nach Größe Ca. 0,5 bis 0,8 Sekunden


Um die Akustik in einem Raum zu verbessern,  muss der Schall absorbiert werden. Schallabsorption bedeutet die Umwandlung von Schallenergie in andere Energieformen (meist Wärmeenergie und/ oder Schwingungsenergie). Wie gut der Schall von einem Material  absorbiert wird, wird als Schallabsorptionsgrad α bezeichnet. Bei vollständiger Schallabsorption (α = 1) wird der komplette einfallende Schall absorbiert. Es gibt keine Reflexion des Schalls mehr zurück in den Raum. Bei einer Schallabsorptionsgrad (α) = 0 findet keine Absorption statt. Der gesamte Schall wird  dann z.B. an harten Flächen wie Glas, Beton oder Metall reflektiert. Bei einem Schallabsorptionsgrad von beispielsweise α = 0,68 werden 68 Prozent der auftreffenden Schallenergie absorbiert.

Schallabsorber gibt es in den vielen verschiedenen Ausführungen. Sie lassen sich jederzeit auch nachträglich in einem Raum installieren. 

 

Schallabsorbierende Deckengestaltung:

Es gibt Deckenabsorber in Form von Platten oder Baffel, die direkt an die Decke geklebt oder an Seilen von der Decke abgehängt werden. Damit wird der Schallabsorptionsgrad noch verbessert, weil alle Seiten als Schallabsorber wirken. Deckenabsorber können auch in der Form von Kugeln oder Würfel von der Decke abgehängt werden.


Schallabsorbierende Wandgestaltung:

Für die Wände gibt es Wandabsorber. Sie können auch individuell bedruckt und wie Bilder, sogenannte Schallbilder, an die Wand gehängt werden. Auch der Boden kann als Schallabsorber genutzt werden, z.B. durch einen akustisch wirksamen Teppichboden. In geringem Umfang können sogar Gardinen oder Lamellenvorhänge zur Verbesserung der Raumakustik beitragen. 


Schallabsorbierende Stell- und/oder Trennwände

Weitere Möglichkeiten sind flexible Stell- und Trennwände, die meist auf den Boden gestellt oder auch als Tischaufsatzelemente direkt am Tisch angebracht werden. Stellwände können frei im Raum stehen und die Räume lassen sich damit auch optisch und räumlich gliedern und gestalten.  


Schallabsorbierende Schränke:

Zusätzlich können Schrankrückseiten mit Schallabsorbern belegt werden. Auch Schrankfronten  können mit in speziellen akustisch wirksamen Türen oder Querrollläden als Schallabsorber eingesetzt werden.

Die Raumakustik ist ein komplexes Thema, bei dem die verschiedenen Raumtypen, die jeweiligen spezifischen Anforderungen, die Funktionen, die Art der Arbeit und die Befindlichkeiten der Menschen berücksichtigt werden müssen. Maßnahmen zur Verbesserung der Raumakustik können in einem Akustik-Gutachten mit Soll- und Ist-Vergleich im Voraus berechnet werden. Ich empfehle, jede Maßnahme mit entsprechenden Fachberatern zu besprechen und abzustimmen. Wenn möglich, sollten die Produkte vorher in kleinerem Umfang getestet und ausprobiert werden.



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