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18.12.2017
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Kunsthaus Bühler GmbH


MALEREI & PLASTIK
19. – 21.  JAHRHUNDERT,

AUSSTELLUNG 5.11. – 23.12.2016


Katalog auf Anforderung / 92 S./ 15 €

Albert Kappis



Albert Kappis gehört in der Übergangszeit vom 19. zum 20. Jahrhundert zu den wichtigsten Malerpersönlichkeiten im deutschen Südwesten. Vorab ausgebildet als Lithograph, studierte er an den Akademien von Stuttgart und München und malte ab 1860 zunächst im romantischen Stil des 19. Jahrhunderts. Im Lauf der folgenden 20 Jahre ging er jedoch immer weiter von dieser traditionellen Linie ab, nahm Einflüsse der französischen Freilichtmaler der Schule von Barbizon auf (1867) und entwickelte seine Malerei zunehmend in Richtung des französischen Impressionismus.

Ein vorzügliches Beispiel hierfür ist die etwa 1876 entstandene Ansicht des Hafens von Triest, die mit großer Wahrscheinlichkeit auch dort vor Ort gemalt worden ist und mit ihrer spontanen und frischen Handschrift schon deutlich impressionistische Züge aufweist. Atmosphärische Erscheinungen, das Vibrieren der Luft oder das Huschen von Lichtflecken über eine Oberfläche treten in den Vordergrund, während das genrehafte Element mehr und mehr zurückgedrängt wird. 


„Anlandende Fischerboote und Segler
in der Bucht von Triest“ um 1876



„Fischer von der Reichenau“ (ca. 1880-1885)


„Blick vom Heidehof über Gablenberg und Cannstatt
mit der Villa Berg“ (1889)


1880 erhielt Kappis den Ruf als Professor für Landschaftsmalerei an die Stuttgarter Akademie (bis 1905), wo zahlreiche Schüler, darunter Otto Reiniger, die angebahnte malerische Entwicklung zu einem eigenständigen „schwäbischen Impressionismus“ weiterführten.


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Maria Caspar-Filser

Die später mit dem expressionistischen Maler Carl Caspar verheiratete Maria Caspar-Filser (Riedlingen 1878 – 1968 Brannenburg) gehört zu den unmittelbar an der Formierung der sogenannten „klassischen Moderne“ beteiligten Malerinnen im deutschen Südwesten. Nach einem Studium an den Akademien von Stuttgart und München setzte sie sich zunächst mit Millet und der Malerei des Jugendstils, nach 1905 auch mit der damaligen französischen "Avantgarde-Malerei" von Cézanne, Van Gogh und Gauguin auseinander und entwickelte bis 1909 eine Sehweise, welche die Landschaft nicht mehr naturalistisch abbilden, sondern durch
Farbkom position aufbauen will.


"Kirche bei Florenz"



"Frühlingshügel" 


Das hier gezeigte Gemälde von 1910 fällt noch in die Periode dieser fortschreitenden stilistischen Entwicklung. In seiner zeitnah (1913) erschienenen Publikation „Die Stuttgarter Kunst der Gegenwart“ bezeichnet Julius Baum (Abb. Baum S. 180) das Gemäde als eines ihrer bis dahin „schönsten Bilder“ und die Künstlerin selbst als „eine der stärksten künstlerischen Persönlichkeiten unter den süddeutschen Malerinnen“; das Bild verweist schon auf die kommende Entwicklung ihrer Malerei, in der sich abstrakte, konkrete und expressive Formen die Waage halten und für deren Entwicklung ihr als erster deutscher Malerin 1925 der Professorentitel verliehen wurde.



"Anemonen"
Die „Anemonen“ sind ein typisches Beispiel für das Spätwerk der Künstlerin, in dem sich noch einmal die Errungenschaften des Jahrhunderts sammeln: Das Spiel zwischen Abstraktion und Konkretisierung, verwirklicht in gekonnten Bildkompositionen mit überraschenden Lichteffekten und Farbkontrasten.



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