| |
| Yoga-Zentrum
Stuttgart |
| Yoga - Die Kunst der Pause |
 |

Yoga kann man als eine Methode zur
Bündelung aller mentalen und körperlichen Kräfte des
Menschen bezeichnen.
Die an den Yoga und seine Ausübung oft herangetragenen Erwartungen
als sportliche Betätigung, Wellness-Angebot, Gesundheitsgymnastik,
Fitnesstraining oder dergleichen greifen deshalb zu kurz. Als Anfangsmotivation
sind sie dabei durchaus willkommen, sofern man im Verlauf des Übens
für Korrekturen offen bleibt.
Diese
Korrekturen werden sich im Verlauf des Übens einstellen, nicht
von außen, nicht so sehr vom Yogalehrer, sondern von dem,
was ich als "Programm Mensch" bezeichnen möchte.
Als Mensch sind wir immer mehr als ein Mix aus Fleisch, Blut, Knochen
oder Genen. Als Mensch sind wir vor allem Träger von Überzeugungen,
Idealen, Gefühlen, Wertvorstellungen, Zuneigungen, Abneigungen
und Ängsten. Da gerade diese Bewusstseinsinhalte und die damit
verbundenen Assoziationen unserer Ruhe, der Entspannung, der Regeneration,
der kraftvollen Erneuerung und Erholung und dem gesundheitlichen
Wohlbefinden im Wege stehen, kann es nicht ausbleiben, dass Yoga
insbesondere auf diese Gemütsbewegungen wirkt und sie zur Ruhe
bringt. Wie anders könnten Geist und Körper sich sonst
regenerieren? Wie anders könnte sich sonst Konzentration einstellen,
wenn wir nicht mitgebrachten Gedanken und Gedankenmustern eine Pause
gönnen (oder verordnen)?
Ein einfaches Beispiel: Wer einschlafen will,
gibt sein Alltagsleben an der Schwelle zum Schlaf ab. Seine Gewohnheiten,
seine Vorlieben, seine Vorstellungen, seine Hoffnungen, auch die
Verbundenheit mit den materiellen Besitztümern, mit dem schönen
neuen Auto oder dem Eigenheim, wird unterbrochen. Sogar Beruf und
Chef, Partner und Kinder können nicht in der bekannten Weise
mitgenommen werden. Ängste und Sorgen verhindern das gelegentlich,
mit der fatalen Folge, dass der Schlaf ausbleibt.
Ebenso verhält es sich mit Yoga und Meditation:
Wer sich wirklich darauf einlässt, lässt seine Alltagsidentität
hinter sich. Damit rührt Yoga auch an der Identifikation mit
der weltlichen Seite unseres Wesens. Dem kann man aber getrost die
Worte von Swami Satyananda hinzufügen: "Yoga steht dem
Streben nach Stellung und Wohlstand nicht im Weg. Aber wer einschläft,
darf sich nicht auf das Aufwachen konzentrieren. Und eine wirkliche
Versicherung für das Wiederaufwachen kann niemand geben. Trotzdem
lassen wir uns darauf ein."
Wer auf der Yogamatte entspannt, geht umso leichter
wieder in den Alltag zurück. Aber wer sich im Alltagsleben
keine Pause gönnt und seine inneren Bedürfnisse ignoriert,
wird an seine Grenzen stoßen und seinen Lebenskräften
schaden. Mit den Worten meines Yogalehrers, Rudolf Fuchs, gesagt:
"Yoga ist die Kunst der Pause."
Ziel des übbaren Yoga ist Sammlung: Sammlung
auf das Leben, Sammlung der Lebenskräfte, Sammlung auf sich
selbst. Die Techniken, mit denen Yoga dabei arbeitet, sind unter
anderem die bekannten Körperhaltungen (Asanas), Atemübungen
(Pranayama), Studium (des eigenen Wesens = Svadhyaya), Tiefenentspannung
und noch einige andere, hierzulande weniger bekannte Übungsformen.
www.yoga-zentrum-stuttgart.de
--------------------------------------------------------------------------
Stefan Delfs
Yoga-Zentrum Stuttgart
Rosenbergstraße 50/1
70176 Stuttgart
Telefon 0711-6361188
Telefax 0711-6368876
E-Mail: yogaschule-satya@t-online.de
|
|
|